Synthetisches Zeichnen

 

Synthetisches Zeichnen Renate Reifert



Jahrelange empirische Untersuchungen der Beziehungsbedeutung im Bildgeschehen führten zu der Erkenntnis, dass bei der Wahrnehmung in großem Maße menschheitsübergreifende übereinstimmende Empfindungsebenen berührt werden.

Die Authentizität der Beziehungen der ästhetischen Bildelemente ist Ausdruck des Gemeinten und Gewollten im Weltbezug, beinhaltet die Idee einer anderen konkreten Sicht der Dinge und der Welt.

Zeichnen ist nicht mehr nur die mehr oder weniger gelungene Interpretation gesehener Wirklichkeit. Der Studierende lernt, mit den von ihm aus der Realität herausgelösten Beziehungen eine völlig neue, absolut eigenständige Wirklichkeit zu schaffen.

Das Synthetische Zeichnen stellt sich entschieden gegen den Sensibilitätsverlust für künstlerische, subtile Differenzierungen und gegen die Missachtung des biologisch-fundierten Wahrnehmungsvermögens, indem es der Sinneserfahrung neue Wege ebnet.

 

 

 

 

 

 

 

Wolfgang Becker